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Der längste Krieg der deutschen Geschichte wurde durch das Eingreifen auswärtiger Mächte zu einem europäischen Krieg. Ursache war hauptsächlich der Widerstreit der religiösen Bekenntnisse als Folge der Reformation. So standen auch im Südwesten des Reiches katholische und protestantische Fürsten einander als Feinde gegenüber, die Katholiken (Kaiser, Bayern) in der "Liga" vereint, die Protestanten (Kurpfalz, Baden-Durlach, Württemberg) in der "Union". Der Krieg begann 1618 mit dem Prager Fenstersturz. |
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Nahezu alle Teile des Südwestens erlebten Durchzüge von Truppen und Kämpfe. Die Karte zeigt, in welchem Ausmaß die Bevölkerung durch unmittelbare Kriegseinwirkung oder durch Seuchen Verluste erlitt. Unbehelligt blieb der Schwarzwald. Am meisten betroffen waren die Pfalz, das Land am Neckar, auf der Alb und an der Donau, aber auch am Oberrhein. Der Pfälzische Krieg (1619-1622). 1619 setzten die Böhmen
ihren katholischen König aus dem Haus Habsburg ab und boten die Krone
einem protestantischen Fürsten an, dem Kurfürsten Friedrich V. von der
Pfalz. Die meisten seiner Räte und mehrere befreundete Fürsten rieten
ihm von der Annahme ab. Aber Friedrich entschied sich für die böhmische
Krone. Mit Elisabeth, seiner jungen englischen Gattin, setzte er sich
in die Reisekutsche und fuhr von Heidelberg nach Prag. Im November 1619
wurde er dort gekrönt. Fast genau ein Jahr später, im November 1620, verlor
er gegen Tilly, den Feldherrn der katholischen Liga, die Schlacht am Weißen
Berg bei Prag. Er floh durch ganz Deutschland bis in die Niederlande.
Mit der böhmischen Krone hatte er auch die Pfalz verloren. Die verhältnismäßig ruhigen Jahre. Das Kriegsgeschehen verlagerte
sich nach Norddeutschland. Der deutsche Südwesten blieb jahrelang weitgehend
verschont. Es sah ganz danach aus, als würden der Kaiser und die katholische
Liga endgültig den Sieg davontragen. 14 Schreckensjahre (1634-1648). Für die Protestanten brachte das
Jahr 1634 eine Wende zum Schlechten. Die Schweden verloren die entscheidende
Schlacht bei Nördlingen. Danach überfluteten die Kaiserlichen das Herzogtum
Württemberg. Waiblingen, Herrenberg und Calw wurden niedergebrannt, Stuttgart
besetzt.
Ein wichtiges Ergebnis des Westfälischen Friedens war, daß jetzt
neben den Katholiken und Lutheranern auch die Reformierten geduldet wurden.
Dies war für die Kurpfalz bedeutsam. |
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