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Drei Familien unter dem Hochadel des Südwestens erlangten eine besondere Bedeutung: die Staufer, die Welfen und die Zähringer. Am erfolgreichsten erscheinen aus damaliger Sicht die Staufer, die als Herzöge von Schwaben seit 1079 und als deutsche Könige und Kaiser von 1138 bis 1268 in Schwaben den größten Einfluß erreichten. Ihr Untergang im 13. Jahrhundert war ein tiefer Einschnitt in der deutschen Geschichte. aber auch in der Geschichte des Herzogtums Schwaben. |
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Die Welfen mußten in Oberschwaben 1191 den Staufern weichen, doch lag ihr Schwerpunkt mehr in Bayern und fortdauernd in Norddeutschland. Im Kampf um die Königskrone waren sie gegenüber den Staufern nur kurze Zeit erfolgreich (Kaiser Otto IV., 1208-1218). Die Welfen gehören zu den Ahnen des heutigen englischen Königshauses. Auch die Zähringer waren mächtige Konkurrenten der Staufer im
Kampf um das Herzogtum Schwaben. Ihr Anspruch gründete sich auf großen
Besitz und auf die Verwandtschaft mit früheren Herzögen. Außerdem hatte
Berthold I. (gest. 1078) von König Heinrich III. als Ersatz den Titel
"Herzog von Kärnten" erhalten, weil nicht er, sondern Rudolf von Rheinfelden
Herzog von Schwaben geworden war. Nach ihrem Aussterben 1218 fiel ihr
Besitz um Offenburg an die Staufer, der größte Teil jedoch vererbte sich
über die Töchter des letzten Zähringers weiter. Den Besitz links des Rheins
erhielten die Grafen von Kyburg, den rechts des Rheins die Grafen von
Freiburg und die Grafen von Fürstenberg, die als Fürsten von Fürstenberg
heute in Donaueschingen leben. Abgezweigt von den Zähringern hatten sich
die Markgrafen von Baden. Ähnlich wie bei den Zähringern stammte ihr Titel
nicht aus dem Stammland selbst. Der Ahnherr der markgräflichen Linie,
Hermann I., der 1074 als Mönch in Clunv starb, nannte sich Markgraf von
Verona, seine Nachkommen dann Markgrafen von Baden. Bei den Staufern ist eine Lokalisierung schon gar nicht möglich. Sie stammen nicht von der Burg Hohenstaufen. Erst um 1070 kamen sie in diese Gegend als Grafen aus dem Riesgau, vielleicht sogar aus Österreich. Alten Familienbesitz hatten sie außerdem im Elsaß. Trotzdem wurde das obere Remstal für sie ein Mittelpunkt, weil sie dort das Kloster Lorch als Familiengrablege gründeten. Ihre Besitzungen zogen sich neckarabwärts (Wimpfen) bis zum Rhein hin. Schlettstadt und Hagenau im Elsaß, Kaiserslautern in der Pfalz, Frankfurt und Nürnberg deuten an, daß der deutsche Südwesten nur ein Teil des staufischen Einflußbereiches war. Die Welfen stammten ursprünglich aus der Gegend von Metz. Sie hatten im Kloster Weingarten bei Ravensburg ihre Grablege. Die Verlegung des Benediktinerklosters von Altomünster nach Weingarten zeigt, daß die Welfen in mehreren Landschaften ansässig waren. Noch deutlicher wird dies bei den Zähringern. Herzog Berthold
I. von Kärnten starb 1078 noch auf der Limburg bei Weilheim an der Teck.
Dort hatte er um 1070 das Hauskloster St. Peter gegründet. Sein Sohn Berthold
II. erbaute wohl nach 1078 im Gelände einer ausgedehnten alamannischen
Wehranlage die Burg Zähringen bei Freiburg im Breisgau. Nach ihr nannte
er sich seit etwa 1100 Herzog von Zähringen. Im Breisgau und in der Baar
hatte die Familie der Bertholde allerdings schon von früher her Besitz.
1093 verlegte Berthold II. das Hauskloster St. Peter von Weilheim in den
Schwarzwald. Die Klosteranlage ist in ihrer barocken Form vollständig
erhalten und beherbergt heute das Priesterseminar der Erzdiözese Freiburg.
Der Schwarzwald und seine Umgebung wurde das besondere Wirkungsfeld der
Zähringer. Dazu paßt eine Sage aus dem Schwarzwald. Dort heißt es, die
Zähringer seien ursprünglich Köhler gewesen und hätten im Wald Silber
entdeckt und große Schätze angesammelt. Da sei ein "vom Reich vertriebener
König" gekommen und habe verkündet, er wolle demjenigen, der ihm helfe,
seine Tochter geben und ihn zum Herzog machen. Der Köhler habe ihm von
seinen Schätzen gegeben und sei dann zum Herzog von Zähringen erhoben
worden. Zum zähringischen Machtbereich gehörten ursprünglich Freiburg
und Offenburg, Rottweil und Villingen, in der heutigen Schweiz Zürich
und Bern. |
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