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Das Herzogtum Schwaben ist weithin mit dem Siedlungsgebiet der Alamannen gleichzusetzen. Zu dem im 3. Jahrhundert neugebildeten Stamm der Alamannen gehörten auch die Sueben. Von ihnen kann also der Name "Schwaben" abgeleitet werden. An die Stelle der Gebietsbezeichnung "Alamannien" trat vom 9. Jahrhundert an der Name "Schwaben". Unsere französischen Nachbarn nennen bis heute alle Deutschen "allemands". |
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Das Reich der Deutschen bestand aus verschiedenen Stämmen: Lothringen,
Sachsen, Franken, Baiern und Schwaben. An ihrer Spitze standen Herzöge.
Die deutschen Könige mußten sich jeweils die Anerkennung durch die einzelnen
Stämme sichern. Die Stammesherzogtümer wurden oft sogar als "regna",
d.h. als "Königreiche", bezeichnet. Die Herzöge wiederum waren von der
Anerkennung durch die führenden Adligen ihres Stammesgebiets abhängig.
So wie es im deutschen Reich "Gegenkönige" gab, finden wir im Herzogtum
Schwaben "Gegenherzöge". Zum Machtbereich des jeweiligen Herzogs gehörten
nicht immer die gleichen Gebiete. Dies ist einer der Gründe, warum eine
Karte des Herzogtums Schwaben nicht mit festen Grenzlinien gezeichnet
werden kann. Auf der Karte "Staufer, Welfen, Zähringer"
werden wir sehen, wie einzelne Hochadelsfamilien zur Aufspaltung oder
zur Einigung des Herzogtums Schwaben beitrugen. Die Machtverhältnisse
änderten sich laufend. Einige Herzöge von Schwaben stammten auch
aus anderen Teilen des deutschen Reiches: aus Baiern, Franken und Sachsen.
Ihre Familien waren meist verwandschaftlich verbunden. Als Hauptorte sind anzusehen: Am Bodensee Konstanz mit den Klöstern Reichenau und St. Gallen sowie der Hohentwiel als Stützpunkte. In der heutigen Schweiz Zürich (Münzstätte). Kloster Einsiedeln und die Bischofsstadt Chur. In Oberschwaben Kloster Marchtal und in der Nähe das fast unbekannte Rottenacker, wo mindestens zwei Versammlungen des schwäbischen Adels überliefert sind (1114 und 1116). Auch in Ulm fanden solche Fürstentage statt. Am mittleren Neckar Cannstatt, Stuttgart und Esslingen (Münzstätte), am oberen Neckar Rottweil. Am Oberrhein Breisach mit einer herzoglichen Münzstätte. Zwischen Iller und Lech die Bischofsstadt Augsburg und die Klöster Kempten und Ottobeuren. Nachdem die Welfen 1191 und die Zähringer 1218 als Rivalen ausgeschieden waren, übten die Staufer als Herzöge eine besonders intensive Herrschaft aus. Auch das Elsaß gehörte dazu. Schwaben war außerdem zur Sicherung der Paßstraßen nach Italien von großer Bedeutung. Nach dem Untergang der Staufer gab es nie mehr ein Herzogtum Schwaben. Die Habsburger und die Württemberger bemühten sich vergeblich um die Wiederherstellung. |
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